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Südwest Presse, 03.06.2008

Lazylectric elektrisierte

Ein Musiktage-Konzert, bei dem Tanzen erlaubt war

So manch einer mag etwas überrascht gewesen sein, als er die drei bildhübschen Mädels der Band Lazylectric auf die Bühne kommen sah. Jung, quirlig und dazu noch musikalisch: Die drei Ladies überzeugten das Publikum mit einem gekonnten Swing- und Jazzabend.
Horb. „Das hier wird anders, als die Konzerte, die Sie schon besucht haben und besuchen werden“, moderierte Kat die erste Sängerin der Band, den Abend im Horber Autohaus AHG am vergangenen Sonntag an. „Sie dürfen Kaugummi kauen, Sekt trinken und tanzen. Und wir spielen auch mal einen schiefen Ton. Das ist nämlich Jazz!“
Der Abend begann vielversprechend und die drei Musikerinnen hielten ihr anfängliches Niveau. Neben Kat, die sang und die Congas (hohe Handtrommel) spielte, stellten Gitta Hauenherm und Franziska Fürnberg am E-Piano und als Backgroundsängerinnen ihr Können unter Beweis.
„Eine Reise um die Welt“ nannte Kat ihr Repertoire und damit hatte sie Recht. Die meisten Lieder sangen die Künstlerinnen in Englisch, aber es waren durchaus auch Lieder auf Französisch und sogar Portugiesisch mit dabei. So führten Lieder wie „Ain’t no sunshine“ (B.Hebb), aber auch Popsongs wie „Sweet dreams“ (Eurythmics) in die USA, aber auch Frankreich und Südamerika wurden „bereist“.
Außer Coverversionen brachten die jungen Frauen auch ihre eigenen Stücke mit ein. Diese ließen sie so gut in die gecoverten Stücke mit einfließen, dass die Grenze zwischen bekannten und eigenen Songs für das Publikum verschwommen ist.

Bei allen Liedern überraschte Kat mit der großen Wandelbarkeit und Vielfältigkeit ihrer Stimme. Mal klang sie rauchig, mal klar und fein, ein anderes mal imitierte sie eine Opernsängerin, mal quiekte sie lustig dazwischen.
Aber auch die beiden Musikerinnen an den E-Pianos beeindruckten. Sie improvisierten und sie fügten der Band einen Bass und Percussions hinzu.
Die Moderation übernahm an diesem Abend Kat. Dabei schaffte sie es schon in den ersten Minuten das Publikum für sich zu gewinnen, indem sie immer wieder kleine Witze riss und mit den Zuhörern charmant in Kontakt trat. So war der Spaß und die Freude, welche die jungen Frauen offensichtlich an ihrer Kunst hatten, für alle sehr greifbar und das schaffte eine sehr entspannte Atmosphäre. Schon seit über acht Jahren machen die jungen Leipzigerinnen zusammen Musik. Dort lernten sie sich am „Krystall-Palast-Varieté“ kennen und studierten dann alle drei an der „Felix Mendelssohn Bartholdy“ -Schule Musik. Heute sind sie alle drei viel unterwegs und machen entweder alleine oder gemeinsam, wie an diesem Abend in Horb, Musik.
An diesem gelungenen Konzertabend war das Publikum so begeistert, dass „Lazylectric“ dies mit zwei Zugaben belohnte. Auch hier bewiesen sie Spontanität und Improvisationskunst: „Was wollt ihr hören? Was Neues?“ Ja, das wollten die Zuhörer und so improvisierten die Musikerinnen mal drauf los. Heraus kam ein schnelles, eingängliches Stück, das die Zuhörer begeisterte.

Alina Haipt

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